Am Ende von Ridley Scotts Kultfilm «Blade Runner» von 1982 wird die Hauptfigur Rick Deckard mit der Frage konfrontiert, ob er nicht selbst ein Replikant ist, ein nahezu perfekter Roboter, der sich für einen Menschen hält. Sind all seine Erinnerungen, Gefühle und Träume lediglich das Produkt einer künstlichen Implantation? Es ist der Paukenschlag, mit dem das 21. Jahrhundert eingeleitet wird.
«Uncanny Garden» verwandelt das Gelände des Kunstraums City SALTS in einen atmenden Parcours der humanoiden Präsenzen, anthropomorphen Erscheinungen, der Puppenwesen und Ausformungen künstlicher Intelligenz. Zunehmende Ähnlichkeiten zwischen Mensch und deren Doppelgänger erzeugen Nähe und bei genauerem Hinsehen Unbehagen. Zwischen Leben und Tod, leblos als Materie, doch animiert durch die menschliche Vorstellungskraft oder den technischen Fortschritt führen sie in das unheimliche Tal des Identischen. Manchmal gerät die Fantasie ausser Kontrolle.
Nach dem «Museum of Broken Relationships» (2015), «Feldexperimente: Basler Fasnacht» (2017) und «On Fire: Vulnerable Footage» (2019) nimmt unser Ausstellungsprojekt auch in der fünften Ausgabe einen zentralen Programmpunkt ein. Partner ist wie 2019 der Kunstverein SALTS.
City SALTS
Vernissage: Do 26. März, 18:00 Uhr
Dauer: 27. März - 29. Mai 2026
Öffnungszeiten während des Festivals: Fr&Sa: 12:00-18:00 Uhr, So: 12:00-22:00 Uhr
Öffnungszeiten im Anschluss: Jeweils Do & Fr 12:00-17:00 und nach Vereinbarung
Eintritt frei
Idee: Boris Nikitin & Benedikt Wyss
Kuratiert von Benedikt Wyss & Samuel Leuenberger