Theater | Performance | Kunst 
25. – 29. März 2026

Kuratiert von Boris Nikitin

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Manuel Gerst «Die Verwandlung» © Paul Max Fischer

Manuel Gerst:
Die Verwandlung

Es ist der berühmteste Romananfang der modernen Literatur. Gregor Samsa erwacht eines Morgens in ein riesiges Ungeziefer verwandelt. Das Mitleid seiner Familie schlägt bald in Entfremdung und Aggression um. Die letzten Anker zur Sphäre des Menschlichen sind das Geigenspiel seiner geliebten Schwester und das erotisch aufgeladene Bild einer Dame im Pelz. Samsas Tod ist am Ende eine Erlösung für alle.

Manuel Gerst, ehemaliges Mitglied der Kult-Performancegruppe Monster Truck, verwandelt Kafkas Erzählung in ein verwegenes Theaterereignis. Im Mittelpunkt seiner Inszenierung steht die Figur des tragischen Käfers, der erneut in einen Prozess der Verwandlung eintritt. Referenzen zu Junggesellen-Abschieden treffen auf Aktionskunst und Destruction-Art, Kafka auf Ayn Rand, Joseph Beuys auf Judith Butler. Gerst liest Kafkas Parabel als eine Geschichte über Behinderung.

Die kollektive Verwandlung entpuppt sich dabei mehr und mehr als eine kühne Wette auf die Kunst.  Am Ende ist es egal, welche Position das Publikum einnimmt – die Delle bleibt die gleiche. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Apfel.

«Hier ist endlich wieder ein Theaterabend zu erleben, über den es sich lange nachzudenken lohnt.» Der Tagesspiegel 

 

Der Käfer wird vor (18.-26.3.) und nach der Aufführung (29.3. - 12.4.) im Museum Tinguely ausgestellt sein.

 

Das Nachgespräch zur Aufführung findet am So, 29.3.26 um 15:30 Uhr unter dem Titel «Kunst und Zerstörung» im Museum Tinguely statt.

Theater/Performance

Sa 28. März, 20:00 Uhr

Kaserne Basel, Reithalle

Keine Lautsprache, deutsche und englische Übertitel

Dauer: ca. 60 Minuten

Tickets

Freie Preiswahl: CHF 35.- / 25.- / 15.-

Konzept & Regie: Manuel Gerst
Dramaturgie: Matthias Meppelink
Künstl. Mitarbeit & Musik: Mark Schröppel
Produktionsleitung: ehrliche arbeit

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